Schleswig Holstein OPEN – Ergebnisse

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Deutsche Meisterschaften 2013 – Bildergalerie

Fralle Franktastisch und Christian Magic Stöber im Dialog – ein "Expertengespräch" über die Deutschen Meisterschaften in Paulushofen

Fralle und CST

+++ Deutsche Meisterschaften, die Analyse: zwei Stühle, eine Meinung +++

Auf geht's zur vierten Runde: Großer Bruder Fralle Franktastisch und kleiner Bruder Christian Magic Stöber fachsimpeln mal wieder über Swingolf und alles was dazu gehört. Anlass: die 10. Deutschen Meisterschaften im Swingolf, ausgetragen in Paulushofen (Bayern) vom 1. bis 3. August 2013.

 

CST: Servus Fralle!

Fralle: Griàs de Christian! Hammia fui Swingolf spuit in Bayern, oda?

CST: Joa, scho! Im scheenen sonnigen Bayern. Da habe ich die Gelegenheit genutzt um mein BVB-Trikot auch mal im Land der „Roten“ spazieren zu tragen.

Fralle: Damit die mal sehen, wie ein Trikot aussieht, mit dem man richtig schönen Fußball spielt! ;-P

CST: Haha, ganz genau! Jetzt aber zur Sache.

Fralle: Ja, Anfang August wurden die 10. Deutschen Meisterschaften im Swingolf in Paulushofen ausgetragen. Und wir waren natürlich dabei!

CST: Und wie wir dabei waren! Glückwunsch zu Deinem Vize-DM-Titel! Das war eine ganz starke Leistung von Dir. Dass Du im Stechen leider äußerst knapp den Kürzeren gezogen hast, ist zwar ärgerlich, aber im Gegensatz zu mir hast Du es geschafft, über beide Runden sehr gut zu spielen. Von daher kannst Du stolz auf Deine Leistung sein. Wäre auch zu schön gewesen, wenn unser Club nach 2012 auch den deutschen Meister 2013 gestellt hätte!

Fralle: Das wäre ein Traum gewesen! Vorher hatte ich ein paar Mal daran gedacht, den Gedanken aber gleich wieder weggewischt. Ich bin auch zufrieden mit dem zweiten Platz, im Vorfeld hätte ich nicht gedacht, dass ich so weit vorne landen würde. Es waren ja sehr viele gute Spieler dabei.

CST: Das hat sich schon nach dem ersten Wettkampftag gezeigt. Da waren viele Top-Ergebnisse dabei.

Fralle: Kategorieübergreifend 22 Spieler unter Par (72) und in SH1 Ralph Z. (Paulushofen) vorne mit einer 65, gefolgt von gleich fünf 67ern! Das war eine richtig spannende Kiste.

CST: Allerdings hatte ich gehofft, dass alle diese Spieler auch zusammen auf zwei Flights aufgeteilt werden. Stattdessen wurden wir auseinandergerissen.

Fralle: Ja, das fand ich auch nicht so günstig. Deswegen habe ich während der Runde gar nicht groß gerechnet und nur auf mich selbst geschaut. Vielleicht war das am Ende doch ein Vorteil, weil ich dadurch ruhiger war.

CST: Du hast mit dem Deutschen Meister Tobi S. (Harz) und Nadine M. (Allgäu Bodensee) ja den Top-Flight gebildet.

Fralle: Erst im Nachhinein ist mir aufgefallen, dass es auf den letzten drei, vier Bahnen ein richtiger Krimi war zwischen Tobi und mir! Vor der letzten Bahn lag ich sogar noch einen Schlag vorne. Aber Tobi konnte mit einem Eagle wieder aufschließen.

CST: Bei mir war schon früh die Luft raus, nach drei Bahnen schon zwei Double-Bogeys. Da war klar, dass es an diesem Tag bei mir nichts werden würde.

Fralle: Über eine Situation ärgere ich mich schon noch, auf Bahn 9 habe ich einmal eine falsche Entscheidung getroffen und einen Schlag dumm verschenkt. Im Stechen hätte ich ein bisschen mehr Willen zeigen sollen, dann wäre der Putt zum Birdie vielleicht gefallen. Aber so, wie es gelaufen ist, war’s schon okay. Tobi war in den letzten Jahren schon oft kurz davor und hatte es sich verdient, endlich mal ganz oben zu landen!

CST: Stimmt, und Du gehörst ja noch zum aufstrebenden Swingolf-Nachwuchs und hast noch Zeit! ;-) Nette Worte, aber Tobi liest das hier sowieso nicht :-) – Spaß beiseite, Glückwunsch an meinen Nachfolger in der SH1! Mal nebenbei: irgendwie hatte ich beim Betrachten der Bilder von der Siegerehrung ein Deja-Vú wegen Jens Carol. Wie im Vorjahr ein guter dritter Platz, gleiche Haltung mit Pokal, gleiches Outfit, gleicher Gesichtsausdruck der Freude… herrlich!

Fralle: Wir als 1. SGC Essen 2010 waren zwar nicht ganz so erfolgreich wie im letzten Jahr (drei Deutsche Meister), aber zumindest einen Titel konnten wir einfahren: Renate Luce ist Deutsche Meisterin in ihrer Kategorie SF3 geworden! Ganz tolle Leistung, diesmal hatte sie Ihre Nerven im Griff und hat ganz cool ihr Programm abgespult. Am Ende ist sie mit sechs Schlägen Vorsprung Erste geworden. Glückwunsch!

CST: Auch von mir ein dickes Herzlichen Glückwunsch! Ganz großes Kino. Nach zwei Titeln für unsere Agnes nun der dritte Titel in Folge für den 1. SGC Essen 2010 in der Kategorie SF3.

Fralle: Von offizieller Seite auch einen Glückwunsch an alle anderen Deutschen Meister in den anderen Kategorien. Besonders erwähnenswert an dieser Stelle ist die Leistung von Serienmeisterin Nadine M. aus dem Allgäu: mit einer 67 am Freitag und einer 66 am Samstag hat sie zwei außergewöhnlich starke Runden gespielt und ist damit in der Gesamtliste verdient an erster Stelle gelandet.

CST: Ich fand’s allerdings ein bisschen schade, dass kein einziger Deutscher Meister abends bei der Playersparty richtig mitgemacht hat.

Fralle: Ich sag nur „WOOO ist der deutsche Meister“?!

CST: NICHT DAAAA! Und WOOO ist der deutsche Vize-Meister?!!

Fralle: Haha, und schon kommt die Partylaune wieder hoch.

CST: Aber da könnten einige wirklich noch ein gutes Stück zulegen. Sind am Ende doch immer wieder die gleichen und bei über 140 Teilnehmern sollte man doch hoffen, dass ein bisschen mehr übrig bleibt, als nur knapp 15 Leute.

Fralle: Zumindest da hat sich der SGC Iserloy in der Teamwertung den Titel verdient. Mit geschlossener Mannschaft bis in den späten Abend hinein gefeiert. So muss es sein. Vom Gastgeber Paulushofen hätte man in dieser Hinsicht allerdings mehr erwarten können, schließlich war das doch gleichzeitig deren 10-jähriges Jubiläum!

CST: Haben sich die Tage in Bayern für Dich auch so angefühlt, wie ein kleiner Kurzurlaub?

Fralle: Klar, das ist bei den mehrtägigen Swingolf-Events meistens der Fall. Wir hatten ja auch Sonne satt und eine nette Ferienwohnung ganz in Platznähe.

CST: Mit der Ferienwohnung war ich sehr zufrieden und da steckt ja schon das Wort Ferien mit drin! Und der Tag am See mit unseren netten WG-Mitbewohnerinnen Nicole, Maria und Anne war auch sehr erfrischend.

Fralle: Obwohl ich ja lange auf Dich einreden musste, bis Du mal einen Fuß ins Wasser gesetzt hast. Aber hinterher warst Du gar nicht mehr rauszukriegen.

CST: Naja, Kein Wunder bei fast 40°C! :-)

Fralle: Haja, schee war’s, aber leider ging’s auch wieder zu schnell vorbei.

CST: Tja, so ist das halt. Na, dann Servus und Du weißt ja, nach der DM ist vor der EM!

Fralle: ATTACKE!!

+++ Deutsche Meisterschaften, die Analyse: zwei Stühle, eine Meinung +++

Deutsche Meisterschaften 2013 – Ergebnisse

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Ein Rentnerehepaar und der Swingolfvirus

Vor ein paar Wochen sind wir aus dem Harz von der 1. Deutschen Swingolf-Doppelmeisterschaft nach Hause zurückgekehrt. Glücklich, zufrieden, müde und voller vieler neuer Eindrücke saßen wir bei einem Gläschen Rotwein am Küchentisch, unsere Urkunden und Pokale vor uns und schauten uns an. Beide auf dem Treppchen gewesen. Natürlich mangels Masse in unserer Altersstufe, aber alleine der Gedanke „dabei gewesen zu sein“ bei solch einem Event, ist für uns sehr beeindruckend!

Eigentlich wollten wir ja in Ruhe unser Rentnerdasein genießen und hatten uns das folgendermaßen vorgestellt:
Geruhsame Wochenenden, ausschlafen im eigenen Bett, in Ruhe frühstücken, ein wenig Zeitung lesen, ein leichtes Sudoku lösen, ein Stündchen spazieren gehen, den Wagen in der Garage lassen, in Ruhe shoppen, ein kleines Nachmittagsschläfchen und auf der Terrasse am Spätnachmittag ein wenig grillen. Den Abend ausklingen lassen, mit Tagesschau und einem netten Fernsehprogramm, vielleicht noch ein wenig im Internet surfen, dann wieder ausschlafen im eigenen Bett. Aber es ist alles anders gekommen. Im Jahre 2011 haben wir durch ein befreundetes Ehepaar das Swingolfen kennengelernt.

Nach der allerersten Runde unser Fazit: „Naja, ist ja ganz nett…aber für uns jetzt nicht das ganz große Highlight“, dachten wir. Eine Woche später waren wir komischerweise wieder auf der Anlage am Rutherhof und haben den Schläger geschwungen. Nach dem allerersten Durchgang mit 120 Schlägen hatten wir jetzt schon nur noch um die 100 Schläge! Hmm, so schlecht ist es ja doch nicht. Da waren wir schon infiziert –wussten es nur noch nicht!
Das Schicksal nahm seinen Lauf. Wir kauften eine Zehnerkarte, die wir schnell abgespielt hatten und dann die Jahreskarte und ab da hatte uns der Swingolfvirus voll erwischt. An Heilung ist bis heute nicht zu denken!!

2012 traten wir auf unsere „alten Tage“ als typisch Deutsche dem Swingolfverein 1. SGC Essen 2010 bei, beantragten danach sogar eine Lizenz und fahren jetzt – man höre und staune – mit zu den offiziellen Turnieren. Man soll es nicht glauben, aber wir haben alle unsere Vorsätze über den Haufen geschmissen!

Vorbei der Traum mit den geruhsamen Wochenenden. Wir können nicht ausschlafen, müssen früh aufstehen, wohnen zum Teil in lauten Hotels und schlafen in fremden, manchmal unbequemen Betten. Schlingen dann unser Frühstück herunter, um zeitig auf der Anlage zu sein, um noch vor Turnieranfang die neuen Bahnen kennen zu lernen. An Zeitung zu lesen nicht zu denken. Was interessiert das Sudoku? Spazieren gehen? Das praktizieren wir doch von Loch zu Loch! Von wegen „den Wagen in der Garage lassen“, wie sollen wir denn die Turniere in den anderen Orten erreichen? Shoppen ist ein Fremdwort geworden – brauchen wir auch nicht mehr, das neue Outfit bestellen wir über Carsten, der besorgt unsere Clubkleidung. Der Mittagsschlaf ist auch gestrichen.

Warum schlafen, wenn man mit anderen Swingolfern zusammensitzen kann? Nach dem Motto: „Du wars gut! Wat hamse von mich gesagt?“, oder: „Wieviel hasse gemacht? Wat? Unter 75?! Wat hat Fränkiboy gemacht? Auch unter 75 und Christian, nee, ne 69? ...nich zu glauben, aber um die Löcher rum müssense ma wieder besser mähen...“, undsoweiter undsoweiter. Es ist einfach zu schön, ein wenig zu labern.

Von wegen auf der Terrasse gemütlich grillen – nein, ein Süppchen oder ein Straußenburger bzw. Hamburger auf die Schnelle tut es doch auch. Oder den Abend ausklingen lassen? Weit gefehlt, ab ins Auto und nach Hause, später dann vor Müdigkeit vor dem Fernseher einschlafen (man ist ja nicht mehr der Jüngste). Im Internetsurfen? Hat bis morgen Zeit. Wechseln vom Wohnzimmer dann endlich ins eigene Bett, um dort plötzlich wieder wach zu liegen und sich die Spielerei, die verpassten guten Schläge, die liegengebliebenen Bälle, das teilweise miese Einputten durch den Kopf gehen zu lassen und dann zu träumen – man glaubt es kaum – vom nächsten Turnier, wo man vielleicht, man kann ja inzwischen Swingolfen, eine 75 spielen könnte! Auf unsere alten Tage darf man ja wohl Träume haben, oder?

Ein bisschen Traum ist ja schon in Erfüllung gegangen! Wir haben beide in diesem Jahr schon 3x (in unseren Altersstufen SH3 und SF3) auf dem Treppchen gestanden. Gut, es gibt in unserem Alter nicht so ganz viele andere Spieler, aber immerhin! Und wenn wir weiter „krank“ bleiben, dass heißt, der Swingolfvirus wird natürlich nicht auskuriert, dann kann es noch eine Weile so weitergehen mit unserem neuen „Rentnerdasein“.

Es grüßt euch das swingolfbegeisterte Rentnerehepaar Hans-Dieter und Renate, welches durch seinen „Virus“ viele nette, neue, junge, sympathische Freunde aus ganz Deutschland kennengelernt hat.